Unfälle (Traumatologie)

 

Die MKG-Chirurgie trägt eine führende Rolle in der erfolgreichen Behandlung von schwersten Verletzungen im Gesichtsbereich. Während Bildnisse aus früheren Jahrhunderten existieren, die das Überleben perforierender Kopfverletzungen in mystischer Weise überliefern, ist das folgenfreie Überleben solcher Unfälle nach Behandlung heute oft Realität (Abb. 1).

 

Abb. 1 historisches Bild einer Pfählunsverletzung, links: Impaled Head. The Lancet 375:317, 2010

Abb. 1 historisches Bild einer Pfählunsverletzung, links: Impaled Head. The Lancet 375:317, 2010

 

Das Gesicht ist neben Weichteilverletzungen (62%) vor allem von Verletzungen der Zähne (50%) und von Knochenbrüchen (37%) der Kiefer-Gesichtsregion betroffen, basierend auf einer Analyse von Unfällen mit Gesichtsbeteiligung im 10-Jahresbeobachtungszeitraum. Unfallursachen sind Spiel- und Haushaltsunfälle, Sport, Gewaltakte, Verkehrsunfälle, Arbeitsunfälle und sonstige Ursachen genannt (Abb. 2). Das männliche Geschlecht war etwa doppelt so oft betroffen wie das weibliche. In 17% der Fälle finden sich Begleitverletzungen vor allem den Hirnschädel, Brust (8%), Bauch (2%), Extremitäten (11%) und Wirbelsäule (5%) betreffend. Innerhalb und vor allem außerhalb Österreichs kann das Verteilungsmuster der Gesichtsverletzungen im Vergleich zu diesen Daten variieren.

 

Abb. 2 Cranio-Maxillofacial Trauma: A review of 9543 cases with 21, 067 injuries in 10 years J Cranio-Maxillofacial Surg 31: 51-61, 2003

Abb. 2 Cranio-Maxillofacial Trauma: A review of 9543 cases with 21, 067 injuries in 10 years J Cranio-Maxillofacial Surg 31: 51-61, 2003