Grußworte des Tagungspräsidenten

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Geschätzte Kolleginnen und Kollegen,

 

wir haben uns entschlossen, den 25. Jahreskongress der Öster- reichischen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie trotz der bestehenden Unsicherheiten in der gewohnten Form zu veranstalten. Natürlich ist davon auszugehen, dass wir Abstriche bei der Teilnehmerzahl machen werden müssen. Derzeit ist es der Plan, für das Auditorium 150 Personen zuzulassen. Wir sind

damit von der im Vorjahr erreichten Teilnehmerzahl von 360 weit entfernt. Auch die Industrieausstellung wird im Vergleich zu den letzten Jahren nur in reduzierter Form stattfinden können. Wir gehen so ein bisher nicht gekanntes finanzielles Risiko ein, das wir aber bereit sind zu tragen, um wieder ein kleines Stück Normalität

zurückzugewinnen und zum für uns alle so wichtigen fachlichen Austausch zurückzukehren zu können.

Das Hauptthema „MKG interdisziplinär“ wird es uns erlauben, ein breites Spektrum an Frage- stellungen zu beleuchten. Dabei findet auch der Komplex „SARS-CoV-2/COVID-19“ Berücksichti- gung. Wir werden ein umfangreiches Update zu all den Aspekten erhalten, denen wir zukünftig bei unserer Berufsausübung in Klinik und Ordination Rechnung tragen müssen.

Beim Thema „Interdisziplinarität“ haben wir dieses Mal versucht, Fachgebiete zu berücksichtigen, die für uns in den vergangenen Jahren unverzichtbare Begleiter und Unterstützer der Behand- lung unserer Patienten und Patientinnen geworden sind. Psychoonkologie, Schmerztherapie und Physikalische Therapie stellen sich vor und zeigen, welchen Mehrwert sie zum Behandlungserfolg beitragen.

Auf dem letzten Kongress haben die von Experten geführten „Streitgespräche“ großen Anklang gefunden. Das intensive Abwägen von Pro und Contra vertieft das Verständnis für Möglichkeiten und Grenzen und ermöglicht es, sich ein umfassendes Bild vom Stand der Wissenschaft zu machen. Themen werden 2021 die Planung Patienten-spezifischer Implantate und die Bedeutung metall- freier Implantate sein.

Aus der Diversifizierung und Individualisierung unserer Behandlungsverfahren ziehen unsere Patientinnen und Patienten heute größten Nutzen. Wir müssen uns jedoch bewusst sein, dass eine Steigerung der Komplexität der Therapien auch neue Komplikationsmöglichkeiten nach sich ziehen kann, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen und zu juristischen Fragestellungen

führen können. Ich darf deshalb erneut Herrn Prof. Wolfgang Schlossarek danken, der wiederum für den traditionellen „forensischen Nachmittag“ am Donnerstag ein umfangreiches Programm zusammenstellen wird.

Ebenso wichtig für das Gelingen des Kongresses sind die Kurzvorträge und Posterpräsentationen, die in bedeutender Weise den fachlichen Austausch fördern und die Expertise von Kliniken und Ordinationen widerspiegeln. Dabei werden natürlich wie immer auch freie Themen berücksich- tigt.

Auch das 2021 angebotene Curriculumsmodul für die in Ausbildung befindlichen Kolleginnen und Kollegen dürfe mit dem Thema „Ästhetik“ von höchster Attraktivität sein.

Ich freue mich auf Ihren Besuch in Bad Hofgastein

Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. Dr.h.c. Emeka Nkenke, MA

Leiter der Univ.-Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus Tagungspräsident des 25. Jahreskongresses der ÖGMKG