Knochenaufbau im Ober- und Unterkiefer

 

Der Knochenaufbau kann zur Verbreitung und/oder zur Erhöhung des Kieferkamms eingesetzt werden. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten einen Knochenaufbau durchzuführen. In der Abbildung sind einige Möglichkeiten des Knochenaufbaus (z. B. Membrantechnik, Knochenblock etc.) dargestellt.

 

Abb. 1.: Verschiedene Möglichkeiten der Knochenentnahme und des Aufbaus im Ober- und Unterkiefer

Abb. 1.: Verschiedene Möglichkeiten der Knochenentnahme und des Aufbaus im Ober- und Unterkiefer

 

Knochenaufbau im Oberkiefer: Im Seitenzahnbereich des Oberkiefers grenzt der Kieferknochen an die Kieferhöhle. Durch einen entstanden Zahnverlust kommt es im Laufe der Zeit zu einem Knochenschwund und die Knochenwand des Oberkiefers wird dünner. Falls dann eine Implantatversorgung durchgeführt werden soll, um den Halt der Prothese über Implantate zu verbessern, ist zumeist ein Knochenaufbau notwendig. Im Oberkieferseitzahnbereich heisst dieser Eingriff Sinuslift oder Sinusbodenelevation (Anhebung des Kiefernhöhlenbodens). Dabei wird die Kieferhöhlenschleimhaut über einen Zugang durch die Mundhöhle vorsichtig angehoben und Knochenmaterial eingebracht. (Abb. 2).

 

In Abb. 2 ist erkennbar, dass 3 Implantate im Oberkieferseitzahnbereich gesetzt wurden und zusätzlich ein Knochenaufbau mit Anheben der Kieferhöhlenschleimhaut durchgeführt wurde. Mit Knochenersatzmaterial (orange) wurde die Knochenhöhe aufgebaut.

In Abb. 2 ist erkennbar, dass 3 Implantate im Oberkieferseitzahnbereich gesetzt wurden und zusätzlich ein Knochenaufbau mit Anheben der Kieferhöhlenschleimhaut durchgeführt wurde. Mit Knochenersatzmaterial (orange) wurde die Knochenhöhe aufgebaut.

 

 

 

Knochenaufbau im Unterkiefer

Im Bereich des Unterkiefers gestaltet sich der Aufbau des Knochens je nach Ausmaß des vorhandenen Knochenschwunds (Knochenatrophie) unterschiedlich schwierig. Bei starkem Knochenschwund ist vor allem im Seitzahnbereich der Knochenaufbau eine Herausforderung.

 

Knochenentnahme

Körpereigener Knochen kann aus verschiedenen Regionen des Körpers entnommen werden. Bei einem geringeren Bedarf eignen sich Entnahmestellen aus dem Unter- oder Oberkieferregion (Abb. 1). Bei einem größerem Knochenbedarf kann der Knochen aus der Beckenschaufelregion oder aus der Schienbeinvorderkante entnommen werden.